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Der Skandal der Stille: Wie ARD und ZDF eine ganze Wählergruppe ignorieren

Eine aktuelle Auswertung enthüllt eine alarmierende Ungleichbehandlung der AfD in den Talkshows der öffentlich-rechtlichen Sender, die dem gesetzlichen Auftrag von Objektivität und Meinungsvielfalt diametral entgegensteht.

Hinter den Kulissen der Talkshows: Ein erschreckendes Missverhältnis

Seit Langem beklagt die Alternative für Deutschland (AfD) eine massive Ungleichbehandlung durch die deutschen Medien, insbesondere durch die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF. Eine detaillierte Auswertung des ÖRR-Blogs, die 770 Talkshows seit der letzten Bundestagswahl unter die Lupe nahm, bestätigt diese Vorwürfe nun mit alarmierenden Zahlen: Die Ungleichbehandlung ist nicht nur real, sondern von gigantischem Ausmaß.

Obwohl die AfD im Bundestag über 24 Prozent der Sitze innehat und damit eine signifikante Wählergruppe repräsentiert, lag ihr Anteil an Talkshow-Gästen bei ARD und ZDF in den untersuchten Sendungen bei erschreckenden nur 1,5 Prozent. Dies bedeutet, dass die AfD in diesen reichweitenstarken Formaten 16-mal kleiner dargestellt wird, als es ihrem tatsächlichen politischen Gewicht entspricht. Zum Vergleich: CDU und CSU, die etwa ein Drittel der Sitze halten, stellen fast die Hälfte aller Talkgäste, während die SPD ebenfalls überproportional stark repräsentiert wird.

Der gesetzliche Auftrag: Ein Ideal in weiter Ferne?

Diese massive Diskrepanz wirft ernste Fragen hinsichtlich der Einhaltung des gesetzlichen Auftrags der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten auf. Gemäß Paragraph 11 des Rundfunkstaatsvertrags sind ARD und ZDF verpflichtet, die Grundsätze der Objektivität und Unparteilichkeit der Berichterstattung, die Meinungsvielfalt sowie die Ausgewogenheit ihrer Angebote zu berücksichtigen. Die vorliegenden Daten legen jedoch nahe, dass dieser Auftrag in Bezug auf die AfD systematisch missachtet wird.

Besonders auffällig ist, dass diese Ungleichbehandlung nicht immer so extrem war. Vor der Bundestagswahl war eine deutlich höhere Ausgewogenheit festzustellen. Nach der Wahl kam es jedoch zu einem regelrechten „Strömungsabriss“, wie es im Audiobeitrag heißt. Dies deutet darauf hin, dass die Redaktionen nach dem Wahlergebnis bewusst eine andere Linie verfolgten und die Relevanz der AfD in ihren Formaten drastisch reduzierten, was dem demokratischen Prinzip der Repräsentation diametral entgegensteht.

Die Illusion der Mitte: Wie TikTok zum Zerrspiegel wird

Interessanterweise versuchen die öffentlich-rechtlichen Medien, eine Gegenerzählung zu etablieren. Das ARD-Format „Monitor“ berichtete unter Berufung auf eine Studie der Bertelsmann-Stiftung, dass der TikTok-Algorithmus politische Ränder, darunter die AfD, bevorzugen und deren Beiträge häufiger anzeigen würde als die der „Mitte“-Parteien. Dies soll den Eindruck erwecken, dass die AfD durch externe Faktoren überproportional sichtbar gemacht wird.

Die Realität sieht jedoch anders aus: Während die Auswahl der Talkshow-Gäste eine redaktionelle Entscheidung der öffentlich-rechtlichen Sender ist, basiert der TikTok-Algorithmus auf dem „Verweildauerinteresse“ der Nutzer. Das bedeutet, Inhalte, die gut gemacht sind und Menschen binden, werden belohnt – unabhängig von ihrer politischen Ausrichtung. Es zeigt sich, dass Vertreter der AfD und anderer Randparteien oft ein „handwerklich stärkeres Social Media Game“ haben, während die Inhalte der sogenannten „Mitte“-Parteien auf TikTok mitunter als „peinlich und lächerlich“ wahrgenommen werden. Die Ausgrenzung aus den traditionellen Medien zwingt Parteien wie die AfD, eigene Wege zu gehen und alternative Plattformen zu nutzen, wo sie durch gutes Handwerk erfolgreich sind.

Elmar Thevessen: Der Top-Gast und seine „alternativen Fakten“

Ein besonders eklatantes Beispiel für die Schieflage ist die Rolle bestimmter Dauergäste. Elmar Thevessen, US-Korrespondent des ZDF, landete mit 30 Auftritten in einem Jahr auf dem ersten Platz der häufigsten Talkshow-Gäste. Dabei fällt auf, dass Thevessen im Laufe seiner Auftritte wiederholt Falschbehauptungen verbreitete. So unterstellte er dem ermordeten Bürgerrechtler Charlie Kirk, er habe die Steinigung Homosexueller und die Entnahme von Jobs durch Schwarze gefordert – beides nachweislich falsch. Zudem redete er den Gesundheitszustand von US-Präsident Joe Biden schön, obwohl dieser physisch und mental bereits stark angeschlagen war.

Die ständige Einladung eines solchen „Experten“, dessen Aussagen nicht immer der Wahrheit entsprechen, während andere Stimmen systematisch ausgeblendet werden, ist ein Schlag ins Gesicht des journalistischen Anspruchs. Es entsteht der Eindruck, dass bei Elmar Thevessen die „Kompetenzkontrolle ausgesetzt“ ist, weil er eine bestimmte, dem Mainstream genehme Haltung vertritt. Dies lässt vermuten, dass es nicht um die beste Analyse oder die präziseste Information geht, sondern um die Bestätigung einer vorherrschenden Ideologie.

Satire als Waffe: Wenn Unterhaltung zur Propaganda wird

Neben den Talkshows tragen auch die Unterhaltungs- und Satireformate der öffentlich-rechtlichen Sender zu dieser Schieflage bei. Sendungen wie die „Heute Show“, „Monitor“ oder „Die Anstalt“ werden im Audiobeitrag als „volles Kanonenrohr“ gegen die AfD beschrieben. Besonders drastisch wird dies am Beispiel der „Anstalt“ deutlich: Dort wurde Alice Weidel als „hasserfüllte Predigerin“ mit „schmerzverzerrtem Gesicht“ dargestellt, die menschenverachtende und beleidigende Aussagen tätigt, wie zum Beispiel „Leckt mich doch am Arsch“, in Bezug auf Pflegekräfte. Solche Darstellungen überschreiten die Grenze zur Satire und mutieren zu ideologischer Propaganda.

Diese Art der „Unterhaltung“ dient nicht der Aufklärung oder dem kritischen Diskurs, sondern der Diffamierung und Ausgrenzung einer politischen Partei und ihrer Wähler. Es ist ein Niveau, das dem Anspruch eines gebührenfinanzierten Senders, der der gesamten Bevölkerung dienen soll, nicht gerecht wird. Statt Meinungsvielfalt zu fördern, wird hier eine einseitige Sichtweise zementiert und die Polarisierung der Gesellschaft weiter vorangetrieben.

Fazit: Eine Demokratische Schieflage mit weitreichenden Folgen

Die Auswertung des ÖRR-Blogs und die im Audiobeitrag diskutierten Beispiele zeichnen ein düsteres Bild der Meinungsvielfalt im öffentlich-rechtlichen Rundfunk Deutschlands. Die systematische Unterrepräsentation der AfD, die Missachtung des gesetzlichen Auftrags zur Objektivität und Ausgewogenheit sowie die offene ideologische Ausrichtung in bestimmten Formaten untergraben das Vertrauen in die Medien und in demokratische Prozesse.

Es ist nicht nur ungerecht, sondern auch undemokratisch, eine Partei, die einen erheblichen Teil der Wählerschaft repräsentiert, derart zu marginalisieren. Wenn der öffentlich-rechtliche Rundfunk seine Aufgabe nicht erfüllt, die gesamte Bandbreite politischer Meinungen abzubilden, trägt er zur Entfremdung von Bürgern bei und befeuert den Ruf nach alternativen Informationsquellen. Eine demokratische Nachschulung und eine Rückbesinnung auf den eigentlichen Auftrag sind dringend geboten, um die Glaubwürdigkeit und Relevanz dieser wichtigen Institutionen zu erhalten.

Quelle: Nius

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