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Erdbeben im Europaparlament: Remigration beschlossen – Fällt die Brandmauer der Migrationspolitik?

Das Europäische Parlament hat eine weitreichende „Rückführungsverordnung“ verabschiedet, die von ihren Befürwortern als „Remigrationsverordnung“ bezeichnet wird. Dieser Beschluss markiert laut „Kompakt TV“ den Beginn einer neuen Ära in der Migrationspolitik. Der Artikel beleuchtet die kontroversen Reaktionen, die Rolle der AfD und konservativer Kräfte sowie die Kritik an der neuen Regelung, während er auch historische Vergleiche und die Diskussion um die ethische Identität Europas aufgreift.

Eine neue Ära der Migrationspolitik?

Das Europäische Parlament hat Berichten zufolge eine weitreichende „Rückführungsverordnung“ verabschiedet, die von ihren Befürwortern auch als „Remigrationsverordnung“ bezeichnet wird. Laut den Moderatoren des YouTube-Kanals „Kompakt TV“, Paul Brandenburg und Dr. Stefanie Eiserbeck, markiert dieser Beschluss den Beginn einer neuen Ära in der europäischen Migrationspolitik. Die Entscheidung, die weitreichende Auswirkungen haben könnte, sorgt für heftige Reaktionen und hat insbesondere die SPD in Rage versetzt.

Der 26. März 2026 wird von den Moderatoren als ein potenziell historisches Datum genannt, das den Weg für eine fundamentale Neuausrichtung ebnen könnte. Im Mittelpunkt steht dabei das Ziel, die Rückführung illegaler Migranten zu erleichtern und die Migrationsströme nach Europa zu kontrollieren.

Die „Rückführungsverordnung“ – Ein historischer Beschluss mit weitreichenden Folgen

Die Verabschiedung dieser „Rückführungsverordnung“, die auch als „Remigrationsverordnung“ bezeichnet wird, stellt für die AfD und konservative Kräfte einen entscheidenden Durchbruch im Europäischen Parlament dar. Sie soll eine neue Grundlage für den Umgang mit Migration schaffen.

Die SPD-Abgeordnete Birgit Sippel kritisierte diese Entwicklung scharf. Sie beklagt, dass Konservative und Rechtsextreme eine „sehr harte Linie mit erbarmungslosen Abschieberegeln“ durchgesetzt hätten. Sippel äußert Bedenken hinsichtlich möglicher Masseninhaftierungen, der Inhaftierung von Familien mit Kindern und unbegleiteten Minderjährigen sowie der Einschränkung von Rechten. Sie sieht die Einrichtung von Rückführungszentren ohne klare rechtliche Grundlage als Verstoß gegen den Rechtsstaat, faire Verfahren und Grundrechte und betont, dass Europa zu seinen Werten stehen müsse.

Der Schatten Helmut Schmidts – Ein Paradigmenwechsel in der SPD?

Die Debatte um die neue Migrationspolitik wird von den Moderatoren in einen historischen Kontext gesetzt, indem sie ein Zitat des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Schmidt (SPD) aus dem Jahr 1992 anführen. Schmidt hatte damals geäußert, dass „500.000 Menschen jährlich, das ist einfach zu viel. Kein Volk der Welt würde es ertragen, wenn jedes Jahr eine halbe Million Ausländer dazu kommt, wie bei uns.“ Paul Brandenburg merkt süffisant an, dass Schmidt sich im Grabe umdrehen würde, wenn er die heutige Position seiner Parteikollegin Birgit Sippel hören könnte, was einen tiefgreifenden Wandel innerhalb der SPD-Migrationspolitik impliziert.

Der Aufstieg der „Remigration“ – Vom Stigma zur Politik

Der Begriff „Remigration“ war lange Zeit stigmatisiert und wurde in der öffentlichen Debatte, insbesondere nach dem Treffen in Potsdam, scharf attackiert. Die Moderatoren von „Kompakt TV“ weisen darauf hin, dass der Begriff durch mediale und politische Kampagnen „gebrandmarkt“ wurde. Sie behaupten, die wahren Ziele hinter dieser Stigmatisierung seien gewesen, identitäre Persönlichkeiten als kriminell darzustellen, den Begriff selbst zu kriminalisieren und Migranten sowie junge Menschen einzuschüchtern, um sie von der AfD fernzuhalten.

„Remigration“: Verfassungswidrig? Oder die Antwort auf eine verfassungswidrige Politik?

Interessanterweise drehen die Kommentatoren den Spieß um: Während der Begriff „Remigration“ als verfassungswidrig dargestellt wurde, argumentieren sie, dass es in Wahrheit die Politik der Bundesregierung seit 2015 sei, die als verfassungswidrig anzusehen ist. Sie kritisieren die Duldung von Millionen von Asylsuchenden im Land und die mangelnde Durchsetzung der Dublin-Verordnungen, wonach Asylbewerber im ersten europäischen Land hätten bleiben müssen, in dem sie europäischen Boden betreten.

Die „Return Hubs“ – Europas neue Migrationsstrategie?

Ein zentraler Bestandteil der neuen Verordnung sind die sogenannten „Return Hubs“. Als Vordenkerin dieses Konzepts wird die italienische Premierministerin Giorgia Meloni genannt, die bereits zwei Abschiebelager in Albanien betreibt. Diese „Drittstaatenlösung“ biete den Vorteil, illegale Migranten außerhalb der eigenen Landesgrenzen unterzubringen und dort die Asylverfahren zu absolvieren. Die Moderatoren betonen die Kosteneffizienz dieses Ansatzes, der auch für Italien eine Entlastung darstellt.

Kritiker bezeichnen diese Lager jedoch als „Guantanamo“ oder „Strafkolonien“, da sie Bedenken hinsichtlich der Menschenrechte und der rechtlichen Grundlage äußern. Trotz dieser Kritik wurde der Weg für solche Modelle auf europäischer Ebene geebnet.

Ein Erfolg für die Mitte-Rechts-Kooperation?

Die Verabschiedung der „Rückführungsverordnung“ wird als Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen konservativen Kräften und der AfD im Europäischen Parlament gewertet. Die AfD-Abgeordnete Mary Kahn aus Brandenburg wird als entscheidende Akteurin hervorgehoben, die durch Änderungsanträge einen „AfD-Stempel“ auf das Maßnahmenpaket drücken konnte.

Mary Kahn feiert den Beschluss als „gefallene Brandmauer“ und als „echte politische Verschiebung“, die eine Zusammenarbeit der Mitte-Rechts-Parteien ermöglicht habe. Der deutlich verschärfte Text sieht unter anderem Handelssanktionen gegen Staaten vor, die ihre Staatsbürger nicht zurücknehmen, konsequente Einreiseverbote für Gefährder, Inhaftierung bei fehlender Kooperation, medizinische Altersfeststellung und die Klärung von Identität und Herkunft durch digitale Auswertung.

Obwohl CDU-Politiker wie Friedrich Merz eine Zusammenarbeit mit „Rechtsradikalen“ wie der AfD zunächst ablehnten, wurde das Maßnahmenpaket mit einer überwältigenden Mehrheit verabschiedet, an der auch die konservative EVP-Fraktion unter Manfred Weber beteiligt war. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt begrüßt die Entscheidung und spricht sich für ein „Durchgreifen“ in der Migrationspolitik aus.

Die Mahnung von Merz und die unbequemen Wahrheiten

Obwohl Friedrich Merz vor wenigen Tagen noch eine Zusammenarbeit mit der AfD im EU-Parlament strikt ablehnte und betonte, dass man Mehrheiten auch ohne die „sogenannten Souveränisten“ erreichen könne, interpretieren die Moderatoren dies als taktisches Manöver. Sie zitieren den Politologen Yasha Mounk, der bereits 2018 in den Tagesthemen von einem „historisch einzigartigen Experiment“ sprach, eine monoethnische, monokulturelle Demokratie in eine multiethnische zu verwandeln, was unweigerlich zu „vielen Verwerfungen“ führen werde. Mounk, der im Herausgeberrat der „Zeit“ sitzt, wird von den Moderatoren als wichtige Stimme ins Feld geführt.

Die Sendung geht auch auf den Fall Martin Sellner ein, dessen Einreise in die Schweiz für einen Vortrag untersagt und der später von der Polizei ausgewiesen wurde. Elon Musk hatte dazu die Frage aufgeworfen, „ist das legal?“. Dies kontrastiert mit der Meldung, dass ein Taliban-Ehrengast namens Abdul Bari Omar in der Kölner DITIB-Moschee Hasspredigten halten durfte. Die Moderatoren beklagen, dass friedliche Aktivisten wie Sellner zensiert werden, während potenzielle Terroristen ungehindert ein- und ausgehen können.

Die AfD-Vorsitzende Alice Weidel wird mit der Aussage zitiert, dass die Altparteien „Deutschland hassen“ und es „zugrunde richten“ würden. Sie spricht sich dafür aus, das „ethnische deutsche Volk“ zu erhalten. Die niederländische Aktivistin Eva Vlaardingerbroek, die auf einer CPAC-Konferenz zur Remigration sprach, wird mit der Aussage zitiert: „Europa ist historisch gesehen ein weißer Kontinent.“ Sie fordert, die Massenmigration nicht nur zu stoppen, sondern „rückgängig zu machen“, um die „ethnische Identität Europas“ zu bewahren. Dr. Christina Baum von der AfD äußert ebenfalls Bedenken bezüglich einer „Umvolkung“ und betont die Notwendigkeit, das deutsche Volk und seine Kultur zu erhalten, ohne dabei rassistisch zu sein.

Fazit und Ausblick

Die „Rückführungsverordnung“ im EU-Parlament wird von den Kommentatoren als erster, wichtiger Schritt zur Umkehr der Migrationspolitik gesehen. Es bleibt abzuwarten, ob dieser Beschluss über symbolische Politik hinausgeht und tatsächlich zu einer substanziellen Veränderung führt. Die Verhandlungen im sogenannten „Trilog“ zwischen Parlament, Rat und Kommission werden zeigen, inwieweit die ambitionierten Ziele der Verordnung umgesetzt werden können oder verwässert werden.

Die Moderatoren versprechen, die Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen und weiterhin „sachlich“ über den Begriff „Remigration“ aufzuklären. Sie laden die Zuschauer ein, sich an der Debatte zu beteiligen und ihren Kanal zu abonnieren.

Quelle: Compact

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