Der ORF: Ein System, das sich von seinem Auftrag entfernt hat
Die jüngsten Enthüllungen über die Spitzengehälter im Österreichischen Rundfunk (ORF) zeichnen ein erschütterndes Bild. Während die Österreicherinnen und Österreicher unter Teuerung und steigenden Lebenshaltungskosten leiden, kassieren ausgewählte ORF-Granden fürstliche Gehälter – finanziert durch die Zwangsbeiträge der Bevölkerung. Dieser Zustand ist nicht nur untragbar, sondern ein klarer Beweis dafür, dass sich das System ORF längst von seinem eigentlichen öffentlich-rechtlichen Auftrag entfernt hat.
Millionenschwere Top-Verdiener auf Kosten der Gebührenzahler
Unser FPÖ-Generalsekretär und Mediensprecher Christian Hafenecker kritisiert diese Entwicklung scharf und zu Recht. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Die Liste der Top-10-ORF-Spitzenverdiener liest sich wie ein „Who is Who“ des rot-schwarzen Versorgungsnetzwerks, ergänzt durch einen grünen Günstling an der Spitze. Allein diese zehn Personen kosten die Gebührenzahler zusammen rund 3,2 Millionen Euro pro Jahr. Millionen, die von Menschen aufgebracht werden, die jeden Monat brav ihren ORF-Beitrag zahlen und dafür Gagen mitfinanzieren, von denen sie in mehreren Lebenszeiten nicht träumen könnten.
Führung ohne Funktion: Der Fall Armin Wolf
Besonders skandalös ist der Fall von Armin Wolf. Er führt zwar den Titel des stellvertretenden Chefredakteurs, jedoch ohne jede tatsächliche Funktion, ohne Führungsverantwortung und – kurioserweise – ohne einen Chefredakteur, den er zu vertreten hätte. Doch das ist noch nicht alles: Obendrauf erhält er noch 8.820 Euro monatlich an Nebenverdiensten. Das ist mehr, als viele Österreicher in drei Monaten verdienen. Ein Paradebeispiel für ein System, in dem Titel und Entlohnung von der tatsächlichen Leistung entkoppelt sind.
Der „Gagenkaiser“: Ein Parteifunktionär statt Journalist
Die Spitze des Eisbergs bildet der sogenannte „ORF-Gagenkaiser“ Pio Strobl. Er ist kein Journalist, kein Moderator und auch kein künstlerisch Schaffender. Strobl ist ein ehemaliger grüner Parteifunktionär, der sich über Jahrzehnte durch parteinahe Netzwerke in die ORF-Chefetage manövriert hat. Seine Präsenz in einer so prominenten und hochbezahlten Position unterstreicht die tiefe Verstrickung des ORF in parteipolitische Machtstrukturen und Netzwerke, die wenig mit unabhängigem Journalismus zu tun haben. Neben Strobl gibt es natürlich noch zahlreiche weitere bestbezahlte Personen aus dem roten und schwarzen Dunstkreis, die die Vetternwirtschaft im ORF belegen.
Ein politisch durchsetztes Versorgungssystem statt unabhängigem Rundfunk
Der ORF ist kein unabhängiger Rundfunk mehr. Er hat sich zu einem politisch durchsetzten Versorgungssystem entwickelt, das gut vernetzte Akteure aus SPÖ, Grünen und ÖVP bedient. Postenschacher, Intransparenz und eine ideologische Schlagseite gehen Hand in Hand mit den üppigen Gehältern. Mehr als ein Viertel der gesamten Zwangsgebühreneinnahmen versickert in Pensionen und Abfindungen. Das ist kein öffentlich-rechtlicher Rundfunk, das ist eine staatlich finanzierte Selbstbedienungsanstalt.
Die Forderungen der FPÖ: Schluss mit der Verschwendung!
Die FPÖ fordert daher als stärkste Kraft im Nationalrat umgehend Konsequenzen. Es muss eine sofortige gesetzliche Gehaltsdeckelung im ORF eingeführt werden. Kein ORF-Manager darf mehr verdienen als der Bundespräsident! Darüber hinaus erneuert die FPÖ die freiheitliche Forderung nach einer grundlegenden ORF-Reform. Dieses System ist nicht mehr zu reparieren. Es muss neu aufgestellt werden: schlanker, transparenter und vor allem ohne Zwangsfinanzierung. Die FPÖ wird dafür sorgen, dass diese überfällige Reform endlich kommt und dem Missbrauch mit den Zwangsgebühren der Bürger ein Ende gesetzt wird.

