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Tag des Volkes statt ÖVP-Alibi-Aktion

Gerne, hier ist ein ausführlicher Blog-Artikel auf Deutsch, der das Audio-Video von FPÖ TV analysiert und die gewünschten Formate und Inhalte berücksichtigt: *** Tag des Volkes statt ÖVP-Alibi-Aktion: Eine Analyse der Volksbefragung zur Wehrpflicht Die Ankündigung einer Volksbefragung zur Wehrpflicht durch die ÖVP hat in Österreich eine Debatte über direkte Demokratie und politische Motive entfacht. FPÖ TV nimmt diese Entwicklung zum Anlass für eine kritische Analyse und stellt die Frage, ob die ÖVP plötzlich ihre „Liebe zur direkten Demokratie entdeckt“ hat oder ob es sich um ein „billiges Ablenkungsmanöver“ handelt. Im Gespräch mit dem stellvertretenden Klubobmann Norbert Nemeth beleuchtet der Sender die Position der FPÖ und die vermeintlichen Widersprüche der Regierung. Die ÖVP und die direkte Demokratie: Eine ambivalente Beziehung? Die Einleitung des Videos konfrontiert den Zuschauer direkt mit der Kernfrage: Hat die ÖVP tatsächlich ein neues Interesse an direkter Demokratie, nachdem „ÖVP-Kanzler Stocker“ (Anmerkung: Im Video wird fälschlicherweise Christian...

Gerne, hier ist ein ausführlicher Blog-Artikel auf Deutsch, der das Audio-Video von FPÖ TV analysiert und die gewünschten Formate und Inhalte berücksichtigt:

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Tag des Volkes statt ÖVP-Alibi-Aktion: Eine Analyse der Volksbefragung zur Wehrpflicht

Die Ankündigung einer Volksbefragung zur Wehrpflicht durch die ÖVP hat in Österreich eine Debatte über direkte Demokratie und politische Motive entfacht. FPÖ TV nimmt diese Entwicklung zum Anlass für eine kritische Analyse und stellt die Frage, ob die ÖVP plötzlich ihre „Liebe zur direkten Demokratie entdeckt“ hat oder ob es sich um ein „billiges Ablenkungsmanöver“ handelt. Im Gespräch mit dem stellvertretenden Klubobmann Norbert Nemeth beleuchtet der Sender die Position der FPÖ und die vermeintlichen Widersprüche der Regierung.

Die ÖVP und die direkte Demokratie: Eine ambivalente Beziehung?

Die Einleitung des Videos konfrontiert den Zuschauer direkt mit der Kernfrage: Hat die ÖVP tatsächlich ein neues Interesse an direkter Demokratie, nachdem „ÖVP-Kanzler Stocker“ (Anmerkung: Im Video wird fälschlicherweise Christian Stocker anstelle von Bundeskanzler Karl Nehammer genannt, die Diskussion bezieht sich jedoch auf die Kanzler-Ankündigung) eine Volksbefragung zur Wehrpflicht angekündigt hat? Norbert Nemeth von der FPÖ verneint dies entschieden. Er verweist auf eigene Verhandlungen mit der ÖVP in Regierungszeiten, sowohl 2017 als auch jüngst. Im Jahr 2017 sei es der FPÖ gelungen, ihr Modell der direkten Demokratie – die sogenannte Volksinitiative – im Regierungsprogramm zu verankern.

Dieses Modell sieht vor, dass ein Volksbegehren, das von mindestens vier Prozent der Stimmberechtigten unterzeichnet wurde, nicht einfach „im Parlamentsschubladisiert“ wird, sondern dem Volk direkt zur Abstimmung vorgelegt wird. Nemeth bezeichnet dies als „eine sehr revolutionäre Idee der direkten Demokratie, weil es würde eine Gesetzgebung jenseits des parlamentarischen Willen ermöglichen.“ Obwohl 2017 im Programm verankert, sei es nie zur Umsetzung gekommen. Noch bemerkenswerter sei, dass der Kanzler bei späteren Verhandlungen „nicht einmal eine Zeile haben“ wollte, die sich mit direkter Demokratie befasst.

Die Wehrpflicht-Befragung: Ablenkung statt umfassender Bürgerbeteiligung?

Die Interviewerin wirft die Frage auf, ob die ÖVP die direkte Demokratie nicht ernst meine und die nun angekündigte Volksbefragung nur ein teures Ablenkungsmanöver sei, um vom „eigenen Totalversagen abzulenken.“ Nemeth gibt zu: „Grundsätzlich ist ein bisschen direkte Demokratie besser als gar keine direkte Demokratie.“ Er kritisiert jedoch den engen Fokus der ÖVP-Ankündigung. Wenn bereits ein immenser, kostenintensiver Aufwand für eine Befragung betrieben wird, sei es „naheliegend und von vornherein eigentlich selbstverständlich,“ gleich mehrere drängende Fragen an die Bevölkerung zu stellen, anstatt sich auf eine einzige Detailfrage zu konzentrieren.

Nemeth führt verschiedene Themen an, die die Österreicher beschäftigen und zur Abstimmung gestellt werden könnten: Fragen zur Vermögenssteuer, zum Pensionsantrittsalter, zum CO2-Plan oder zum Opt-out bei den Kammern. Diese seien von anderen Parteien (wie SPÖ und NEOS) oder der FPÖ selbst bereits auf den Tisch gebracht worden. „Was spricht dagegen, auch das abzufragen? Gar nichts,“ so Nemeth.

„Lächerlich, aber vielleicht auch gefährlich“: Die internationale Dimension

Besonders kritisch sieht Nemeth die Haltung, die Bevölkerung zwar befragen zu wollen, aber nur zu einem eng gefassten Thema. „Es ist natürlich völlig unschlüssig und unglaubwürdig, dass man sagt, man hat die Botschaft verstanden, die Menschen wollen mitbestimmen, und deswegen gibt’s eine Volksbefragung, aber gleichzeitig sage ich, ich lasse sie nur zu einem Thema zu.“ Er bezeichnet dies als „lächerlich, aber vielleicht auch gefährlich.“

Hier führt Nemeth einen internationalen Aspekt ins Spiel: Zeitgleich mit der Ankündigung des Kanzlers zur Wehrpflicht-Befragung habe Manfred Weber, der Chef der Europäischen Volkspartei (EVP), auf einem Kongress in Zagreb die Entstehung einer EU-Armee ins Gespräch gebracht, und zwar explizit „rund um den Ukraine-Konflikt.“ Die zeitliche Nähe dieser beiden Entwicklungen mache ihn stutzig. Nemeth mutmaßt, dass die Wehrpflicht-Befragung eine Absicht verdecken könnte, sich an einer EU-Armee zu beteiligen, wofür man sich vorab den „Sanktus der Bevölkerung“ holen wolle, für etwas, „was in Wirklichkeit gar nicht zur Abstimmung steht.“

Die Tücken der Verbindlichkeit und das Regierungschaos

Ein weiterer Kritikpunkt, den auch FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl vorbringt, betrifft die Verbindlichkeit. Kanzler Nehammer (im Video als „Stocker“ bezeichnet) habe von einer „verbindlichen Volksbefragung“ gesprochen. Nemeth stellt klar, dass eine Volksbefragung nach österreichischer Verfassung immer unverbindlich ist. Um ein Ergebnis verbindlich zu machen, bedarf es einer Volksabstimmung, die einen anderen gesetzgeberischen Weg erfordert: Das Parlament müsste ein Gesetz beschließen und gleichzeitig dessen Inkrafttreten von einer nachfolgenden Volksabstimmung abhängig machen. Nemeth kritisiert, dass der Kanzler hier „gerade und rügen durcheinander“ werfe und dies nicht für die „Qualität seiner Ansage“ spreche.

Das Video zeichnet zudem ein Bild eines chaotischen Regierungsapparats. Die Ankündigung der Volksbefragung erfolgte scheinbar ohne vorherige Abstimmung innerhalb der Koalition. Medien titeln bereits, die „Verliererampel“ (ein abfälliger Begriff für die aktuelle ÖVP-Grüne Regierung) könnte daran zerbrechen. Nemeth spricht von „Hilfeschüssen“ und „Schlagzeilen-Politik“, die wenig Substanz hätten (wie die nicht klar definierte Mehrwertsteuersenkung auf Grundnahrungsmittel). Auch die Budgetplanung sei kurz zuvor „auf den Kopf gestellt“ worden, mit weitreichenden Forderungen nach Neuverhandlungen des Finanzministers. Die spontane Kanzler-Ankündigung zur Volksbefragung, die „offenkundig mit seinen Koalitionspartnern nicht akkordiert ist,“ lässt Nemeth schlussfolgern: „Es kracht hier, glaube ich, ordentlich im Gebälk.“

Fazit: Ein taktisches Manöver im Angesicht der Krise?

Die Analyse von FPÖ TV und Norbert Nemeth zeichnet ein klares Bild: Die angekündigte Volksbefragung zur Wehrpflicht ist aus ihrer Sicht kein aufrichtiges Bekenntnis der ÖVP zur Stärkung der direkten Demokratie. Stattdessen wird sie als ein kalkuliertes, wenn auch schlecht ausgeführtes Ablenkungsmanöver interpretiert. Es soll von internen Regierungsschwierigkeiten, einer unklaren politischen Linie und der mangelnden Bereitschaft ablenken, die Bevölkerung auch zu anderen, brennenden Fragen zu konsultieren.

Die FPÖ positioniert sich in dieser Debatte als die einzige Partei, die konsequent für eine umfassende und transparente direkte Demokratie eintritt. Sie kritisiert die ÖVP dafür, dieses wichtige Instrument der Bürgerbeteiligung lediglich als opportunistisches Werkzeug für die eigene politische Agenda zu missbrauchen. Die im Video geäußerten Zweifel an der Ernsthaftigkeit der Regierung und die Spekulationen über eine verdeckte Agenda im Kontext europäischer Verteidigungsfragen unterstreichen die politische Spannung, die diese Volksbefragung auslöst.

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Quelle: FPÖ TV

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