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Widerspruch als Lebenselixier: Gerald Grosz enthüllt die gefährliche Illusion der Einheitsmeinung in Deutschland und Europa

Gerald Grosz liefert eine scharfe Analyse der politischen und gesellschaftlichen Lage in Deutschland und Europa. Er kritisiert die Abkehr vom Widerspruch, die Deindustrialisierung durch den Green Deal und die Diffamierung von Kritik, während er das Ende der „Scheinkonservativen“ proklamiert und Populismus als Stimme des Volkes verteidigt.

Der Wert des Widerspruchs: Ein Fundament für Fortschritt

Gerald Grosz, bekannt für seine pointierten Analysen, beginnt sein Gespräch mit einer klaren Botschaft: Gesellschaftlicher Fortschritt entsteht nicht aus monotonem Konsens, sondern aus dem Ringen um den Widerspruch. Mit Leidenschaft plädiert er für eine Kultur des Diskutierens, des Ringens um Meinungen und der Darstellung vielfältiger Positionen. Eine Gesellschaft, die sich nur aus dem Widerspruch entwickelt, sei die einzig wahre. Monotone Einheitsmeinungen haben seiner Ansicht nach noch nie zu wirklichem Fortschritt geführt, sondern stets die Entwicklung gehemmt.

Europas Weg in die Einheitsmeinung: Eine kritische Beobachtung

Grosz beobachtet in Europa, insbesondere in Deutschland und seiner Heimat Österreich, einen beunruhigenden Trend: den Wunsch nach Einheitsmeinung und Widerspruchslosigkeit. Diesem Wunsch stellt er sich seit Jahren vehement entgegen. Als anschauliches Beispiel nennt er die Diffamierung seines Buches durch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, wo es als „üble Wixvorlage für Rassisten und Faschisten“ bezeichnet wurde. Für ihn ist dies ein erschreckendes Zeugnis des Zustands der öffentlich-rechtlichen Medien in Deutschland. Die zunehmende Präsenz von Betonpollern und Absperrungen vor Weihnachtsmärkten, wie in Magdeburg, symbolisiert für ihn zudem eine Gesellschaft, die sich in Angst und Abschottung verliert – eine „europäische Idiotie“, die einst undenkbar war.

Deindustrialisierung und der Verrat an Grundprinzipien

Die Akzeptanz dieser neuen „Normalität“ gleicht für Grosz einem „Selbstmord“ der Gesellschaft, der sich auch in der Wirtschaft widerspiegelt. Er kritisiert scharf den „Green Deal“, der von allen etablierten Parteien mitgetragen wurde und die deutsche Automobilindustrie zerstört habe. Deutschland befinde sich in einer Deindustrialisierung, die Europa und Österreich mit in den Abgrund reiße und zu einer „Horrorinflation“ führe. Diese Entwicklung, so Grosz, sei das Ergebnis eines „größtmöglichen Verrats“ an den eigenen Grundprinzipien, wie ihn auch Angela Merkel vollzogen habe. Die Europäische Union habe sich unter deutscher Führung zu einem „eigenen transkontinentalen, kulturfremden EU-Mitgliedsstaat“ entwickelt, der die ursprüngliche Idee Europas pervertiere.

Der Krieg gegen die Wahrheit: Demokratie in Gefahr?

Ein zentrales Anliegen von Grosz ist die Verteidigung der Meinungsfreiheit. Er prangert an, dass jede Kritik an Fehlentwicklungen sofort als „Kriegserklärung“, „schädlich“ oder „staatsfeindlich“ diffamiert und verfolgt wird. Dies zeige sich in der Migrationspolitik, beim Heizungsgesetz oder der Coronapolitik, wo Kritiker pauschal als „rechtsextrem“ oder „rechtsradikal“ abgestempelt werden. Er spricht von einer „Gouvernanten-Autokratie“, in die Deutschland zurückfalle, und führt Beispiele wie Hausdurchsuchungen bei Kritikern an. Die politische Elite sehe sich selbst als den Staat an, wodurch Kritik an ihnen als staatsfeindlich wahrgenommen und bekämpft werde. Das sei ein „Krieg gegen die freie Rede“ und die Wahrheit.

Das Ende der „Scheinkonservativen“ und die Suche nach Authentizität

Grosz diagnostiziert das Ende der sogenannten „Scheinkonservativen“ in Europa. Parteien, die sich einst als konservativ bezeichneten, seien nicht mehr konservativ, sondern würden ihre Wähler belügen und betrügen, indem sie rechts blinken, aber links abbiegen. Als Beispiele nennt er die Entwicklungen in Italien, Österreich und Frankreich, wo traditionelle Mitte-Rechts-Parteien dramatisch an Unterstützung verlieren, während neue, oft als rechtspopulistisch bezeichnete Parteien, die sich auf eine „freiheitlich-liberale Tradition“ berufen, auf dem Vormarsch sind. Diese Parteien treten nun an die Stelle der „Scheinkonservativen“, da sie die Erwartungen ihrer Wähler an eine authentische konservative Politik besser erfüllen.

Populismus als Stimme des Volkes und die deutsche Doppelmoral

Für Gerald Grosz ist Populismus kein Schimpfwort, sondern ein wesentliches Element der Demokratie, das die Stimme des Volkes repräsentiert. Er kritisiert die Heuchelei deutscher Politiker, die sich einst über Donald Trump empörten, nun aber eine Einmischung der USA in deutsche Interessen beklagen. Der Umgang mit der AfD in Deutschland, wo Funktionäre Hotels verweigert und als „Menschen delegitimiert“ werden, bezeichnet er als „undemokratisch“ und „unwürdig“. Eine solche „blöde Idee“ sei in Österreich undenkbar. Er sieht darin eine Aggression und einen Hass, der die demokratische Kultur untergräbt.

Eine Lehre für die Zukunft: Stärke durch Selbstreflexion

Abschließend betont Grosz, dass man nicht aus der Schwäche der anderen, sondern aus der eigenen Stärke gewinnen sollte. Er schlägt vor, dass deutsche Parteien, insbesondere die AfD, von der Professionalisierung der FPÖ lernen könnten: Selbstdisziplin, klare Hierarchien, professioneller Wahlkampf und eine Sprache „aus einem Guss“. Nur so könnten sie eine ernsthafte Alternative zu den etablierten Parteien darstellen, die in seinen Augen ihre Wähler verraten haben und Deutschland in eine Krise geführt haben. Wenn dies gelingt, so seine Prognose, müssten sich die etablierten Kräfte „warm anziehen“.

Quelle: Nius

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