Einleitung: Jenseits der Schlagzeilen
In einer zunehmend komplexen Welt, in der sich Krisen zu überlappen scheinen, suchen viele nach tieferen Zusammenhängen. Der Bestsellerautor und Analyst Heiko Schöning liefert in seinem neuesten Interview auf AUF1 genau das: eine detaillierte, beunruhigende Analyse, die vermeintlich disparate Ereignisse zu einem kohärenten, minutiös geplanten Szenario verbindet. Von den geopolitischen Spannungen im Gaza-Streifen über Energie-Lockdowns bis hin zu einer drohenden Technokratie – Schöning entrollt ein Bild, das uns dazu zwingt, über die Oberfläche der täglichen Nachrichten hinauszublicken.
Gaza im Zentrum eines gigantischen Projekts: Der IMEC-Korridor
Schönings Analyse beginnt mit dem Gaza-Streifen, der laut seiner früheren Vorhersage und den jetzt sichtbaren Entwicklungen eine zentrale Rolle in einem umfassenden Infrastrukturprojekt spielen soll. Bereits im Sommer 2025 (im Video fälschlicherweise als 2025 benannt, es war 2023) hatte Schöning darauf hingewiesen, dass die „Entvölkerung“ und „Plattmachung“ des Gaza-Streifens einem konkreten Zweck dient: dem Bau eines großen Gas- und Containerhafens. Dieses Vorhaben ist Teil eines noch größeren Projekts, dem sogenannten IMEC-Korridor (India-Middle East-Economic-Corridor), das von der EU und namentlich Ursula von der Leyen als „ganz offizielles Projekt“ der EU, den arabischen Staaten und Indien vorangetrieben wird.
Dieser Korridor soll den Indischen Ozean über Indien, die arabischen Golfstaaten (wie Dubai und Saudi-Arabien) bis nach Palästina/Israel mit einem Transportweg, Schienen und Pipelines verbinden. Das Ziel ist klar: Europa soll nicht länger Gas aus Russland beziehen, und China soll als Hauptlieferant von Gütern umgangen werden. Hier kommt die Energiekomponente ins Spiel, denn das Projekt beinhaltet nicht nur Gütertransport, sondern auch eine riesige Gasplattform vor der Küste des Gaza-Streifens.
Energie-Lockdowns und gezielte Zerstörung: Europas Abhängigkeit wird geschmiedet
Die „Plattmachung“ Gazas ist für Schöning nur ein Baustein in einem größeren Mosaik der Energiepolitik. Die Zerstörung von Nord Stream, die Ausfälle von Gaslieferungen aus dem Iran, Katar und Australien – all dies sei keine Aneinanderreihung unglücklicher Zufälle, sondern Teil einer „koordinierten Sache“, so Schöning. Ziel sei es, mit „Energie-Lockdowns“ Europa in eine neue Abhängigkeit zu treiben.
Die Vorhersagen von Fachleuten, dass zukünftige Kriege Energiekriege sein würden, spielten sich vor unseren Augen ab. Steigende Energiepreise und die künstliche Verknappung von Ressourcen sollen Europa in die Knie zwingen, während die USA als Hauptprofiteur dastehen. Schöning verdeutlicht, wie US-Konzerne, allen voran Chevron, strategisch Pipeline-Verträge sichern, um Europa mit Gas aus der Gaza-Region zu versorgen, sobald der Markt bereinigt und Europa gefügig gemacht wurde.
Die Technokratie: Gaza als Blaupause für die digitale Weltkontrolle
Ein besonders erschreckender Aspekt der Enthüllungen ist die vorgesehene Regierungsform für den Gaza-Streifen: eine „Technokratie-Regierung“, bestehend aus einem „technokratischen Komitee“. Schöning sieht dies als „Role Model“ für eine „digitale Weltkontrolle“, die von Oligarchen aus aller Welt Schritt für Schritt ausgebaut werden soll. Eine gesichtslose Regierung, in der Entscheidungen nicht von Menschen, sondern von Algorithmen und digitalen Systemen getroffen werden, ist die Vision.
Dieses System, das stark an Chinas Sozialkreditsystem erinnert, soll über den Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen entscheiden, basierend auf digitaler Bewertung. Wenn der „QR-Code“ rot leuchtet, gibt es keinen Zugang mehr. Schöning warnt: „Es steht schon in offiziellen Dokumenten drin, dass dort in Gaza eine technokratische Regierung gestellt wird.“
Die Strippenzieher: Tony Blair, Nicole Junkermann und andere umstrittene Figuren
Wer sind die Köpfe hinter diesem Plan? Schöning nennt Namen, die in der Öffentlichkeit teils hoch umstritten, teils unbekannt sind. Eine Schlüsselrolle spielt demnach Donald Trumps „Board of Peace“, eine private Organisation, die durch eine UNO-Resolution die Hoheit über Gaza erhalten hat – ohne Veto Chinas oder Russlands.
An der Spitze dieses „Board of Peace“ steht ausgerechnet Tony Blair, der ehemalige britische Premierminister, den Schöning als „mutmaßlichen Kriegsverbrecher“ bezeichnet. Blair, der den Irak-Krieg auf falschen Annahmen (Massenvernichtungswaffen) mitinitiierte und den Einsatz von Uranmunition verantwortete, wird nun zum „Statthalter von Gaza“ ernannt – eine Ironie, die Schöning als „äußerst eigenartig“ beschreibt, zumal Wladimir Putin Blair in einer Rede gelobt und als geeignet für Gaza bezeichnet habe.
Eng mit Epstein und dem Schwarzbuch-Netzwerk verbunden ist Nicole Junkermann. Schöning enthüllt ihre Beteiligung an „Kärbain 9/11“, einem Softwareunternehmen, das für die „Polizeibespitzelung“ eingesetzt wird und bereits in mehreren deutschen Bundesländern (NRW, Hessen, Bayern, BaWü) implementiert sei. Ihre Verbindungen reichen bis in die höchsten Kreise der Macht und der Wirtschaft, einschließlich einer italienischen Gas- und Ölfamilie, die das Geschäft mit der Pipeline von Gaza nach Italien übernehmen könnte.
Auch Chevron, der US-Ölkonzern, ist prominent vertreten. Schöning zeigt auf, wie Chevron gemeinsam mit Alice Gast (einer Person, die mit der Vertuschung der Anthrax-Anschläge von 2001 in Verbindung gebracht wird) strategisch in neue Gasfelder vor Gaza investiert. Diese Gasfelder erstrecken sich bis in den Libanon und nach Syrien, jene Länder, die militärisch gesichert werden müssen. Dies sei kein Zufall, sondern Teil einer koordinierten Strategie.
Verdeckte Operationen: Von Anthrax bis Venezuela
Die genannten Akteure, so Schöning, sind Teil eines organisierten Kriminalitätsnetzwerks, das globale Ereignisse manipuliert. Die Anthrax-Anschläge von 2001, die laut Schöning vertuscht wurden, dienten als Vorbereitung für den „Krieg gegen den Terror“ und den Ausnahmezustand. Die Grundlagen für COVID-19, inklusive Milliardeninvestitionen in Biosicherheit und Übungen wie „Dark Winter“ und „Event 201“, seien damals gelegt worden.
Ein weiteres Beispiel für die „Mafia-Methoden“ ist die Entführung des venezolanischen Präsidenten Maduro durch die USA, die China und Russland tatenlos zugelassen hätten. Die Flugabwehrsysteme, die China und Russland dort installiert hatten, funktionierten plötzlich nicht – ein Hinweis auf digitale Manipulation und eine höhere Ebene der Koordination.
Die USA: Piraterie als neue Doktrin?
Schöning analysiert ein im Februar 2026 (im Video 2024 genannt) veröffentlichtes US-Dokument namens „America’s Maritime Action Plan“ aus dem Weißen Haus und dem Kriegsministerium. Darin wird eine Strategie beschrieben, die er als „Piratenstaat“ bezeichnet: Die USA wollen Schiffe und Ladungen auf internationalen Gewässern beschlagnahmen und verkaufen. Dies sei ein großer „Shift“ in der US-Militärstrategie, weg von der Luftdominanz (die durch Drohnentechnologie im Ukraine-Krieg relativiert wurde) hin zur Seedominanz.
Dies gehe einher mit globalen Seeblockaden: nicht nur die Straße von Hormus, sondern auch der Nordatlantik (Grönland-Island-Großbritannien-Lücke) und der Pazifik (Blockade zwischen Afrika und Südamerika) sind betroffen. Selbst russische Tanker würden aufgegriffen und ihre Ladungen beschlagnahmt. Das Ziel: eine weltweite Gasknappheit erzeugen, außer in den USA. Die Folge: Europa muss zu zehnfach erhöhten Preisen einkaufen, und die europäische Industrie wird gezwungen, in die USA abzuwandern.
Europas Schicksal: Zwischen Zerstörung und neuer Abhängigkeit
Heiko Schöning zeichnet ein düsteres Bild von Europas Zukunft. Der Kontinent werde „kaputtgemacht“ und in „noch größere Abhängigkeit“ getrieben. Die „Zerstörung unserer Wirtschaft“ durch Energieknappheit, künstlich hohe Preise und das Abschneiden von Lieferketten führe zur Abwanderung der Industrie in die USA. Große Konzerne wie Mercedes, BMW, Toyota und Siemens investierten bereits Milliarden in den USA, um ihre Produktionsstätten zu verlagern – genau wie von Trump beabsichtigt.
Die EU-Politik, die eigene Energiewirtschaft (Stichwort Atomkraftwerke) zu „sprengen“ und auf untaugliche Alternativen (Windräder) zu setzen, während Nord Stream nicht untersucht und russisches Gas und Öl boykottiert wird, sei ein „selbstmörderischer Akt“. Europa verzichte bewusst auf seine Energieautonomie und werde so zum Spielball globaler Mächte.
Der Widerstand: Aufklärung und Aktion
Schöning und seine Kollegen versuchen, diese komplexen Zusammenhänge zu entschlüsseln und die Öffentlichkeit aufzuklären. Sein neuestes Buch, „Die digitale Weltkontrolle“, das er gemeinsam mit dem schwedischen Wissenschaftler Dr. Jakob Nordangård veröffentlichte, beleuchtet detailliert, wie eine digitale, roboterartige Weltkontrolle eingeführt wird. Er fordert dazu auf, nicht blind den Institutionen zu vertrauen, sondern kritische Fragen zu stellen und Widerstand zu leisten.
Besonders alarmierend sind die Vorfälle um Nicole Junkermanns Software „Kärbain 9/11“, die den Polizeiapparat infiltriert. Schöning appelliert an die Politik und die Beamten, sich gegen solche Systeme zu wehren. Die erfolgreiche Verhinderung des „Angriffs aufs Mikrobiom“ durch Massenverabreichung von Antibiotika sei ein Beispiel dafür, dass Aufklärung und kollektiver Widerstand wirken können. Das „Auslachen“ der Affenpocken-Pandemie, die von der WHO ausgerufen wurde, führte ebenfalls dazu, dass diese wieder abgeblasen werden musste.
Dennoch warnt Schöning: Diese „eine Schlacht“ ist gewonnen, aber die Versuche werden wiederholt, sobald die Aufmerksamkeit nachlässt. Es gelte, wachsam zu bleiben und die guten Kräfte in Parteien, Behörden und der Bevölkerung zu unterstützen.
Fazit: Eine düstere Zukunft oder die Chance auf ein besseres Normal?
Heiko Schönings Analyse ist ein Weckruf. Er zeichnet das Bild eines „digitalen Gefängnisses“, in dem der Mensch zum Spielball einer technokratischen Mafia wird. Die Zerstörung Europas, die Energieknappheit, die digitale Kontrolle – all das dient einem übergeordneten Ziel: der Etablierung einer neuen Weltordnung, in der einige wenige Eliten die absolute Kontrolle haben.
Doch Schöning endet nicht in Resignation. Er fordert dazu auf, das „Kartenhaus der Macht“ zu durchschauen, die Zusammenhänge zu erkennen und sich zu weigern, am Spiel der Eliten teilzunehmen. Es geht nicht darum, zum alten Normal zurückzukehren oder ein „New Normal“ der Kontrolle zu akzeptieren, sondern darum, „eine bessere Welt insbesondere in Europa“ zu schaffen. Dies erfordert Mut, Aufklärung und einen gemeinsamen, entschlossenen Widerstand gegen die drohende „Weltkontrolle“. Die Frage ist, ob wir als Gesellschaft bereit sind, diesen Weg zu gehen.

