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Der Schatten über der Deradikalisierung: Wenn Staatsgelder fragwürdige Narrative fördern

Eine brisante NIUS Live-Sendung deckt auf, wie der Geschäftsführer des „Violence Prevention Network“ Thomas Mücke Verschwörungstheorien verbreitet und seine Organisation trotz staatlicher Millionen-Förderung tiefe Verbindungen zu islamistischen Akteuren aufweist. Dies wirft ernste Fragen zur Effektivität der Deradikalisierungsarbeit und zur Verharmlosung des legalistischen Islamismus auf.

Der „NGO-Komplex“ im Fokus: Brisante Enthüllungen zum „Violence Prevention Network“

Die jüngsten Enthüllungen rund um das „Violence Prevention Network“ (VPN) und seinen Geschäftsführer Thomas Mücke werfen ein beunruhigendes Licht auf die Verstrickungen von NGOs, staatlicher Förderung und die Verbreitung fragwürdiger Thesen. In einer aktuellen NIUS Live-Sendung wurde detailliert dargelegt, wie Mücke selbst Verschwörungstheorien verbreitet, während seine Organisation mit staatlichen Mitteln gegen ebenjene vorgeht. Gleichzeitig offenbaren Recherchen tiefe Verbindungen von VPN zu islamistischen Akteuren, was die Glaubwürdigkeit der Deradikalisierungsarbeit und der beteiligten Institutionen massiv in Frage stellt.

Thomas Mückes brisante Thesen und der Vorwurf der Verschwörungstheorie

Im Zentrum der Kontroverse steht Thomas Mückes Auftritt im Podcast von Gabor Steingart, wo er die Behauptung aufstellte, Anschläge wie der beim Christopher Street Day (CSD) vor Wahlen seien kein Zufall, sondern „von außen gesteuert“. Diese Aussage, die auf eine gezielte Beeinflussung durch „dunkle Mächte“ hindeutet, wird von den NIUS-Journalisten und eingeladenen Experten als klare Verschwörungstheorie eingeordnet.

Statistiken vs. Behauptungen

Die Gäste der Sendung, darunter Ben und Gunnar Schupelius, wiesen darauf hin, dass es keinerlei Belege oder statistische Daten gibt, die eine Häufung von Anschlägen kurz vor Wahlen belegen würden. Auch das Bundesinnenministerium widerspreche solchen Annahmen. Alle drei Monate fänden in Deutschland Wahlen statt – sei es auf Bundes-, Landes- oder Kommunalebene. Eine Korrelation zwischen Wahlterminen und terroristischen Aktivitäten sei nicht nachweisbar, so die Argumentation.

Die dubiose Rolle eines Deradikalisierers

Besonders pikant ist die Tatsache, dass Mücke als Geschäftsführer einer Organisation agiert, die explizit der Deradikalisierung von Islamisten dient. So sollte VPN beispielsweise den islamistischen Attentäter Abdul Balut „deradikalisieren“. Die Frage, wie Mücke zu seinen Thesen kommt, wenn er doch den Attentäter persönlich kannte und Gespräche mit ihm führte, bleibt unbeantwortet. Es wird die Ironie betont, dass derjenige, der am besten über den Täter Bescheid wissen müsste, behauptet, dieser sei ferngesteuert worden, ohne dies zu belegen. Diese Diskrepanz lässt die Vermutung aufkommen, dass Mückes Aussagen eher dazu dienen könnten, vom „totalen Versagen“ der Deradikalisierungsarbeit abzulenken.

Das „Violence Prevention Network“ im Visier: Islamistische Verbindungen und Ungereimtheiten

Die Recherchen von Joel Rautenbarg und Florian Morsch von NIUS decken zudem auf, dass das „Violence Prevention Network“ selbst durch Verbindungen zu islamistischen Akteuren auffällt, was seine Mission, Extremisten von gefährlichen Ideologien abzubringen, ad absurdum führt.

Talha Taschkinsoy: Ein Islamist in der Entradikalisierungsarbeit

Im Zeitraum von September 2014 bis Februar 2022 arbeitete der islamistische Prediger Talha Taschkinsoy bei VPN. Taschkinsoy, so die Recherchen der Islamismus-Expertin Sigrid Herrmann aus dem Jahr 2017, flog damals zu einer „Islamkonferenz“ nach Dubai, an der auch Islamisten und Israelhasser teilnahmen. Er pflegte zudem Kontakte zum vom Verfassungsschutz beobachteten TikTok-Salafisten Marcel Krass. Auch andere Islam-Aktivisten sollen in der Vergangenheit für VPN tätig gewesen sein.

Fragwürdige Kontakte und staatliche Gelder

Noch gravierender sind die aktuellen Enthüllungen: Im Februar diesen Jahres ließ sich Taschkinsoy von keinem Geringeren als dem Imam Ferid Haider trauen, der in Verfassungsschutzberichten der Muslimbruderschaft zugerechnet wird. Die Muslimbruderschaft ist eine radikalislamistische Organisation aus Ägypten, die den Staat nach den Prinzipien der Scharia umbauen will. Auf Instagram teilte Taschkinsoy ein Bild seiner Trauung und markierte dabei den Muslimbruderschaft-nahen Imam. Sein Instagram-Profil beinhaltet zudem anti-israelische Propaganda und Aufrufe zur „Erhöhung der Stimme“ wegen eines vermeintlichen Genozids in Gaza. Der Umstand, dass ein ehemaliger Mitarbeiter einer Entradikalisierungs-NGO, die mit hohen staatlichen Förderungen bedacht wird, solche Verbindungen und Positionen vertritt, wirft ernste Fragen auf.

Der „Beratungskompass Verschwörungsdenken“: Doppelmoral und Finanzierung

Ein besonders befremdliches Detail ist die Tatsache, dass das „Violence Prevention Network“ zusammen mit der Amadeu Antonio Stiftung ein Programm namens „Beratungskompass Verschwörungsdenken“ betreibt, das explizit Verschwörungstheorien bekämpfen soll. Dieses Programm wird mit hohen staatlichen Förderungen, insbesondere durch das Familienministerium, finanziert. Die Ironie, dass der Geschäftsführer von VPN selbst in einem Podcast Verschwörungstheorien verbreitet, während seine Organisation mit Steuergeldern dagegen vorgeht, ist unübersehbar. Diese Situation entlarvt eine tiefe Doppelmoral und untergräbt die Glaubwürdigkeit der gesamten Initiative.

Die Gefahr der Verharmlosung: Zwischen Gewalt und legalistischem Islamismus

Wolfgang Herles, einer der Gäste der Sendung, betonte die grundlegende Gefahr des Islam als solchen und nicht nur die Gewaltbereitschaft einzelner Akteure. Er argumentierte, dass die Forderung nach einem Kalifat oder der Scharia eine Bedrohung für den Rechtsstaat darstelle. Diese Art von „legalistischem Islamismus“, der darauf abzielt, das System auf leisen Sohlen zu unterwandern und eine Parallelgesellschaft zu etablieren, sei weitaus gefährlicher als der offene Terrorismus. Er kritisierte die „Verharmlosung der Gefahr“ und die „Naivität“ der Gesellschaft, die diese subtile Bedrohung oft unterschätze. Statt die Wurzeln des Problems anzugehen, konzentriere man sich auf die Symptome, nämlich die gewalttätigen Auswüchse, und ignoriere das Denken, das diese Gewaltbereitschaft nährt.

Die unterschätzte Bedrohung durch „Parallelgesellschaften“

Das eigentliche Problem liege in den Parallelgesellschaften, in denen islamistisches Gedankengut ungehindert gedeihen könne. Nicht jeder, der so denke, sei bereit, einen Anschlag zu verüben, aber das Denken selbst sei gefährlich. Die Gesellschaft sei zu sehr auf das Strafrecht und die Bestrafung von Tätern fokussiert, anstatt die ideologischen Grundlagen dieser Strömungen zu bekämpfen. Die Förderung von NGOs, die in diesem Kontext nicht transparent agieren und selbst fragwürdige Verbindungen aufweisen, trage zur Verharmlosung bei.

Die Rolle der Muslimbruderschaft

Besonders hervorgehoben wurde die Gefahr durch die Muslimbruderschaft, die als älteste Organisation des radikalen Islam gilt und seit 1928 existiert. Sie arbeitet legalistisch, um Staaten zu unterwandern und nach islamischen Prinzipien umzubauen. Diese Organisationen infiltrieren über Imame, die oft aus dem Ausland gesteuert werden und an sensiblen Punkten – dem Glauben der Menschen – ansetzen. Die Indoktrination über den Glauben sei die allergefährlichste Methode, da sie die Menschen an ihrem wichtigsten Punkt treffe und von ihnen Gehorsam fordere. Diese schleichende Gefahr werde oft nicht artikuliert, da die Angst vor der Stigmatisierung als „antimuslimischer Rassist“ viele davon abhalte, die Wahrheit auszusprechen.

Angst vor Kritik und gesellschaftliche Konsequenzen

Die Diskussion beleuchtete auch, wie die Angst vor dem Vorwurf des „antimuslimischen Rassismus“ eine offene und ehrliche Auseinandersetzung mit radikalen islamistischen Strömungen verhindert. Menschen ziehen sich zurück und äußern keine Kritik, um nicht in eine bestimmte Ecke gestellt zu werden. Diese politische Korrektheit führt zu einer Verharmlosung der tatsächlichen Gefahren und trägt dazu bei, dass das Sicherheitsempfinden der Bürger leidet. Das Gefühl der Unsicherheit nimmt zu, während die Regierung in den Augen vieler Bürger nicht adäquat reagiert.

Fazit: Ein Weckruf für Politik und Gesellschaft

Die Recherche und die Diskussion bei NIUS Live zeichnen das Bild eines „NGO-Komplexes“, in dem Steuergelder an Organisationen fließen, deren Geschäftsführer selbst Verschwörungstheorien verbreiten und die nachweislich Verbindungen zu islamistischen Akteuren haben. Dies untergräbt nicht nur das Vertrauen in die Deradikalisierungsarbeit, sondern auch in die staatlichen Institutionen, die diese Organisationen finanzieren. Die Forderung ist klar: Transparenz, eine kritische Überprüfung der Förderpraxis und eine ungeschönte Auseinandersetzung mit der Gefahr des Islamismus, auch in seinen legalistischen Formen, sind dringend notwendig. Die „Verharmlosung der Gefahr“ ist selbst ein Teil der Gefahr, und es ist an der Zeit, dass Politik und Gesellschaft dieser Realität ins Auge blicken.

Quelle: Nius

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