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Als die Hölle losbrach: Augenzeugenbericht eines brutalen Angriffs auf Journalisten in Erfurt

Ein erschütternder Augenzeugenbericht von Marius Marx und Jonas Aston, Reportern von Apollo News, die während einer Antifa-Demonstration in Erfurt brutal angegriffen und verletzt wurden. Ihr Bericht enthüllt eine hemmungslose "Hetzjagd" und Tritte gegen den Kopf, die als direkter Angriff auf die Pressefreiheit gewertet werden müssen. Trotz der gefährlichen Situation blieben sie ihrer journalistischen Pflicht treu, während die Polizei nur mit Verzögerung eingreifen konnte.

Einleitung: Der Tag, der nicht enden wollte

Was am Rande einer Demonstration in Erfurt geschah, war weit mehr als ein Vorfall. Es war ein gezielter, brutaler Angriff auf die Pressefreiheit und auf die körperliche Unversehrtheit von Journalisten, die nichts weiter taten, als ihrer Arbeit nachzugehen. Drei Reporter von Apollo News, darunter Marius Marx und Jonas Aston, wurden im Rahmen einer „Widersetzen Demo“ gegen einen AfD-Parteitag gnadenlos gejagt, geschlagen und getreten. Ihr erschütternder Bericht lässt uns schaudern und offenbart eine beängstigende Dynamik, die wir in unserer Gesellschaft nicht tolerieren dürfen.

Der frühe Morgen und die Eskalation

Die Reporter waren seit den frühen Morgenstunden in Erfurt unterwegs, um über die Blockaden und Demonstrationen zu berichten. Ihre Aufgabe: filmen, dokumentieren, informieren. Sie waren mitten im Geschehen, als sie in die Nähe des „hintersten Blocks“ einer Antifa-Demonstration gerieten, der das Epizentrum der Gewalt werden sollte. Marius Marx beschreibt den Beginn der Eskalation prägnant: „Wir haben eigentlich das gemacht, was wir den ganzen Morgen schon gemacht haben. Wir haben eine Gruppe von Widersetzen gefilmt.“

Doch dann kippte die Stimmung. Mehrere Personen aus der Gruppe entdeckten die Journalisten und kamen auf sie zu. Zunächst wurden die Kameras mit Pappschildern verdeckt, dann fielen erste Rufe wie „Nazis raus“. Was als vereinzelte Pöbeleien begann, entwickelte sich rasch zu einem unkontrollierbaren Dominoeffekt.

Die ‚Hetzjagd‘: Ein Albtraum auf der Straße

Jonas Aston und Marius Marx schildern eine „Hetzjagd“, die über mehrere hundert Meter und Minuten andauerte. Sie wurden abgedrängt, geschubst und brutal getreten, auch als Jonas bereits am Boden lag. Er beschreibt, wie er nicht nur einmal, sondern zweimal zu Boden ging und getreten wurde. Ein besonders schockierendes Detail: Tritte gegen den Hinterkopf, die Jonas selbst im Schock nicht unmittelbar realisierte, ihm aber später von Rettungssanitätern bestätigt wurden. Die Bilder, die das Video zeigt, sind eindeutig.

Die Angreifer begnügten sich nicht mit Schlägen und Tritten. Es wurden Flaschen, Äpfel und andere Gegenstände geworfen, die Reporter sogar mit Farbspray besprüht. Marius Marx erinnert sich an „hasserfüllte, wutentbrannte Augen“ seiner Peiniger. Die Gewalt war hemmungslos, ein Indikator dafür, dass die Situation jegliche Kontrolle verloren hatte.

Ein einsamer Helfer und die fehlende Zivilcourage

Inmitten dieser beängstigenden Dynamik gab es einen Lichtblick: Ein Mann trat auf und rief „Stopp, Stopp, das geht so nicht!“, als Jonas das erste Mal am Boden lag. Dieser Moment der Zivilcourage war für Jonas ein wichtiger Halt in der puren Panik. Doch dieser Einzelne blieb eine Ausnahme. Die umstehenden Personen der Demonstration trugen zur Eskalation bei, indem sie weiter „Nazis raus“ riefen und die Angreifer anfeuerten, anstatt deeskalierend einzugreifen. Jonas Aston bringt es auf den Punkt: „Zivilcourage, was die Linken sich hochhalten, das war da überhaupt nicht zu sehen.“

Die verzögerte Rettung und der Überlebensmodus

Die Polizei war zu Beginn des Angriffs nicht in Sicht, da sie durch die Gegebenheiten vor Ort (Kurven, Ecken) keine direkte Sicht hatten. Die Reporter waren auf sich allein gestellt. Sie befanden sich in einem reinen „Überlebensmodus“, wie Jonas es nennt, und versuchten nur noch, dem Kessel der Gewalt zu entkommen. „Wir sind an irgendeinem Punkt nur noch gesprintet, 100 Meter diese Straße runter und haben irgendwie gedacht, wo kommen wir zur Polizei, wie kommen wir hier raus?“, beschreibt Marius die Verzweiflung.

Erst als sie sich weit genug aus der Demo entfernt hatten, konnte die Polizei sie wahrnehmen und eingreifen. Marius betont das „massive Glück“, das sie hatten, dass die Polizei sie überhaupt noch sehen konnte. „Ich habe noch nie so hasserfüllte, so wutentbrannte Augen gesehen“, so Marius. Die Rettungsdienste und die Polizei kümmerten sich danach professionell um die Verletzten, die Zeit bis zur Hilfe fühlte sich jedoch endlos an.

Ein Angriff auf die Pressefreiheit und ein Appell

Dieser Vorfall ist nicht nur ein individuelles Trauma für die betroffenen Journalisten, sondern ein direkter Angriff auf die Grundfesten unserer Demokratie: die Pressefreiheit. Es ist ein beunruhigendes Zeichen, wenn Reporter, die neutral über ein Ereignis berichten, zum Ziel blinder Wut und Gewalt werden. Sie waren erkennbar als Pressevertreter und doch wurden sie zum Feindbild stilisiert.

Die Reaktion der Demonstranten und die Intensität der Gewalt zeigen, wie schnell eine ideologisch aufgeladene Atmosphäre in blinde Aggression umschlagen kann. Das Geschehene muss als Mahnung verstanden werden, die Bedeutung von unabhängigem Journalismus zu schützen und jede Form von Gewalt gegen Berichterstatter entschieden zu verurteilen.

Wir sind stolz auf unsere Kollegen für ihren unermüdlichen Einsatz und ihren Mut, auch dort zu sein, wo es unbequem wird. Sie waren dort, wo Journalisten sein müssen. Ihre Arbeit ist entscheidend für eine informierte Öffentlichkeit. Wir appellieren an alle, die Werte der Pressefreiheit zu verteidigen und die Arbeit unabhängiger Medien zu unterstützen. Nur so können wir sicherstellen, dass solche Angriffe nicht zum Schweigen von Stimmen führen, die wir dringend brauchen.

Quelle: Apollo News

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